Die Sage vom Kappelgeist 

Direkt an der Abzweigung zum Höhengasthaus "Zum Deutschen Jäger" wurde vor Jahren ein Wanderparkplatz eingerichtet. An dieser Stelle stand einer Sage nach eine Kapelle um die sich eine Sage rankt. Erwin Haas hatte diese zu Papier gebracht. Die Tennenbronner Fasnachtsmaske der "Käppelegoascht" entstand auf Grund dieser Sage.

Schon im frühesten Altertum verlief über den Windkapf die Völkerstraße zwischen Rhein und Donau. Damals machten noch wilde Tiere, wie Bären und Wölfe aber auch Räuberbanden diese Straße unsicher. Direkt an der Straße wurde zur Sicherung der Straße ein Gasthaus erbaut. Der Wirt war jedoch der gefährlichste Räuberhauptmann der ganzen Gegend.

Wieder einmal hatte der Wirt erfahren, dass ein Wagen mit einer schweren Kriegskasse unterwegs sei. Er wiegte die Gäste in Sicherheit und plünderte die Wagenladung, eine schwere  eisenbeschlagene Eichenkiste gefüllt mit Gold,  Edelsteinen, Perlen und Silber.  Er vergrub die Kiste im Keller und ließ sie durch seinen gefährlichen Bluthund bewachen. Als wie Wagenladung nicht ankam wurden Nachforschungen angestellt und eine Kompanie mit Soldaten ausgesandt, welche Nachforschungen anstellte. Der Wirt wurde gefunden. Sein plötzlicher Reichtum war verdächtig. Das Versteck der Schatzkiste hat er jedoch nicht verraten und so wurde er zu Tode gefoltert. Das Haus wurde niedergebrannt und aus der Feuerglut lief der brennende Hund heraus querte die Straße und verschwand im Erdreich. Dort wuchs alsbald eine Tanne, die heute nach 500 Jahren noch steht. Seit dieser Zeit geistert es in dieser Gegend.

Um den Geist zu bannen erstellt man an dieser Stelle eine Kapelle. Nach dieser Kapelle wurde der Geist und die Sage benannt: "Käpellegoascht". Besonders in Vollmondnächten fällt er einsame Wanderer an und versetzt sie in Schrecken.

So überfiel er auch einmal ein verirrtes Mädchen, welches sich in die Kapelle flüchtete. Dort trat ihr der Geist friedlich gegenüber und verriet den Platz der Schatzkiste und dass eine großer Tannenbaum darüber wachse. Man kann den Schatz in der ersten Vollmondnacht nach der Sommersonnwende bergen, da der feurige Hund die Schatzkiste dann verlässt.

Erst am nächsten Morgen fand das verstörte und auch verhexte Mädchen nach Hause und erzählte wirr ihre Geschichte. Nach nur kurzer Zeit verstarb das Mädchen. Seit dieser Zeit wird die Geschichte von Generation zu Generation weitergegeben. Die Kapelle wurde fortan gemieden und so ist sie allmählich verfallen. Aber auch heute noch spürt man hin und wieder ein Kribbeln und Unwohlsein, wenn man nachts über den Platz des Geschehens läuft.

Das Höhengasthaus "Zum Deutschen Jäger" liegt nur wenige hundert Meter vom Ort des Geschens entfernt.
Ob der Wirt auf dem Windkapf auch ein Räuber ist? Probieren sie es aus!
Ihr Geldbeutel wird auf jeden Fall leichter sein, wenn sie das Gasthaus nach einem herzhaften Vesper und einem erfrischendem Getränk wieder verlassen.
Und dann steigen Sie am besten schnell ins Auto und fahren weg, sonst kommt der feurige Kappelgeist.
Und wenn Sie zu Fuß sind? Hoffentlich ist nicht Vollmond!

Bild der Fasnachtsmaske des "Kappelgeistes". Die Kappelgeister sind eine von mehreren Masken, der Tennenbronner Narrenzunft Pfrieme-Stumpe. Die Rechte am Bild liegen bei den Pfrieme-Stumpe: www.pfrieme-stumpe.de

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